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+1,5 Grad in Coesfeld

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1,5 Grad hören sich im ersten Moment überhaupt nicht dramatisch an. Unser Planet ist immerhin riesig und das kann er doch sicherlich locker ab, so könnte man denken.  Wie also erklärt man 1,5 Grad am besten?  Stell dir ganz einfach vor, der Planet wäre ein Mensch. Unsere durchschnittliche Körpertemperatur beträgt ca. 37 Grad. Wenn sich unsere Körpertemperatur um 1 Grad erhöht, sprechen wir von erhöhter Temperatur. Bei einem weiteren Grad haben wir bereits Fieber, jeder weitere Anstieg kann ab da an lebensbedrohlich sein. Jetzt stell dir vor, du hast diesen Temperaturanstieg dauerhaft. Du wärst dauerhaft krank und würdest dich dementsprechend auch fühlen. Kurzum: Dein Körper käme mit dieser hohen Temperatur nicht zurecht. Ab drei Grad und mehr würde dich, ohne ärztliche Behandlung, der sichere Tod erwarten. So also muss sich die Erde anfühlen - sie fiebert bereits jetzt, denn wir sind aktuell bei +1,2 Grad  global angekommen. Was ist jetzt genau der Unterschied für die Welt zwischen 1,

Coesfeld und seine Energiewende

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Wusstet ihr, dass unsere schöne CoeSauna mithilfe von einem sogenannten Blockheizkraftwerk die CoesfelderInnen zum schwitzen bringt? Woher kommt unsere Energie? Fossile Energieträger sind (Braun- und Stein-)Kohle, sowie Erdöl und Erdgas. Kohle wird für die Stromproduktion eingesetzt. Erdgas kann ebenfalls in Kraftwerken zur Stromgewinnung verbrannt werden und wird zudem zum Heizen von Wohnungen eingesetzt. Aus Erdöl werden Treibstoffe für Fahrzeuge und Kunststoffe erzeugt. Die Verbrennung von Kohle, Erdgas und Erdöl setzt CO2 frei, welches den menschengemachten Treibhauseffekt verstärkt und die Erderhitzung vorantreibt. (Quelle: P4F) Die deutschen Braun- und Steinkohlekraftwerke verursachen aktuell gut 80 Prozent der CO2-Emissionen des Stromsektors. Der Ausstieg aus der fossilen Stromerzeugung leistet daher einen signifikanten Beitrag bei der CO2-Minderung.  Erneuerbare Energie ist Energie aus nachhaltigen Quellen wie Wasserkraft, Windenergie, Sonnenenergie, Biomasse und Erdwärme. Im

Wissen macht Klima bei Telegram

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  Wir sind jetzt mit unserer Wissenrubrik "Wissen macht Klima" auch auf Telegram. Nach dem Motto "Think global - act local"  versuchen wir die großen Themen runter zu brechen und schauen auf Coesfeld: Wie kann man schon jetzt in Coesfeld nachhaltig und klimaschonend leben? Was muss die Stadt Coesfeld, aber auch wir als Gesellschaft tun, um das 1,5 Grad Ziel noch zu erreichen.  Jede Woche bekommst du hier deine Dosis Nachhaltigkeit & Klimaschutz aus Coesfeld. Interesse? Folge einfach @WissenmachtKlima auf Telegram

Klimachallenge 2021

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Die Bewältigung der Klimakrise ist die wohl größte Herausforderung der Menschheit in diesem Jahrhundert. Auf dem historischen Gipfel von Paris im Jahr 2015 hat sich die Weltgemeinschaft das Ziel gesetzt, die Erwärmung des Planeten auf deutlich unter zwei Grad Celsius im Vergleich zur vorindustriellen Zeit zu begrenzen.  Um eine Veränderung herbeizuführen, bedarf es uns ALLE. Deswegen laden wir dich und alle CoesfelderInnen zu unserer Klimachallenge 2021 ein. Hinter der Idee steht, dass du bewusst jeden Monat ein neues Projekt angehst – ein Leuchtturmprojekt. Herunterladen kannst du die Challenge HIER .  Wir werden auf diesem Blog die Challenge natürlich begleiten und euch mit Hintergrundinformationen füttern. Schaut also immer mal wieder vorbei! Wir freuen uns auch, wenn du uns an deinen Herausforderungen unter #CFFKlimachallenge auf den sozialen Netzwerken teilhaben lässt.

ökologischer Fußabdruck

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Zwei Tonnen (2.000.000g) Kohlendioxid jährlich pro Kopf – das ist die Richtschnur, an die wir uns halten müssen, so sagt es Greenpeace , wenn wir Umwelt und Klima auch für kommende Generationen schützen wollen. Der Ökologische Fußabdruck hilft uns bei der Einschätzung unseres Verbrauches. Er zählt alle Ressourcen, die für den Alltag benötigt werden, und zeigt auf, wie viel Fläche benötigt wird, um all die Energie und Rohstoffe zur Verfügung zu stellen. Anschließend wird dieser Flächenverbrauch auf alle Menschen hochgerechnet und mit den auf der Erde real verfügbaren Flächen verglichen.  Wie viel sind denn jetzt zwei Tonnen? Betrachten wir das mal mit einem Beispiel:  Nehmen wir einen Flug von Düsseldorf nach Mallorca und wieder zurück. Dann hätte 1 Person bereits innerhalb von einem 4,5 Stunden Flug rund 680 kg (680.000g) Co2 verbraucht. Das wiederum bedeutet, dass diese Person im restlichen Jahr noch 1.320.000g Co2 zur verfügung hat.  Hier ein paar weitere Angaben von  Panorama  für

Coesfeld`s Klimaschutzkonzept und das der Welt

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Die insgesamt 16 Kippelemente zeigen uns, dass die Zeit für einen Wandel drängt! Uns bleibt nichts. Anderes übrig, denn die ersten Kippelemente sind kurz vor dem Kollabieren und haben unsere (Um)Welt bereits unumkehrbar verändert.  Dabei ist es leider auch nicht getan mit der Aussage: "Aber in den letzten drei Jahren hat sich doch schon viel verändert!" Das mag natürlich stimmen, aber hört sich nüchtern betrachtet an, als würde ein Schüler mit einer 5 in einer Klassenarbeit nach Hause kommen und sagen "aber ich hab doch die letzte Nacht durchgelernt!".  Was macht Deutschland? Atomkraftwerk (Copyright: Pixabay) Laut dem aktuellen Klimaschutzindex liegt Deutschland weit abgeschlagen auf Platz 19 - von 61 Ländern und gleichzeitig unter dem EU- Durchschnitt- trotz Kohleausstieg und "Klimapaket". Der für 2021 vereinbarte CO2-Preis war der Jury des Berichtes zu lasch und unambitioniert, um das Land zumindest unter die Top 10 zu heben. Dass es anders geht, ze

Pariser Klimaabkommen

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Das Übereinkommen von Paris ist die erste umfassende und rechtsverbindliche weltweite Klimaschutzvereinbarung und wurde im Dezember 2015 auf der Pariser Klimakonferenz (COP21) geschlossen. Hierbei mussten mindestens 55 Länder, die für mindestens 55 % der weltweiten Emissionen verantwortlich sind, ihre Ratifikationsurkunden hinterlegen.  Dies ist also aktuell 5 Jahre her. Zeit für uns einen genauen Blick auf darauf zu werfen. Die Staaten einigten sich hierbei unter anderem auf: das Ziel, den Anstieg auf 1,5°C zu begrenzen, da dies die Risiken und Folgen des Klimawandels deutlich vermindern würde; die Notwendigkeit, so bald wie möglich den weltweiten Scheitelpunkt der Emissionen zu erreichen, wobei den Entwicklungsländern hierfür mehr Zeit eingeräumt wird; dahingehende Anstrengungen, danach rasche Emissionssenkungen im Einklang mit den besten verfügbaren wissenschaftlichen Erkenntnissen herbeizuführen, um in der zweiten Hälfte dieses Jahrhunderts ein Gleichgewicht zwischen Emissionen und